Kintsugi

Kintsugi – die Schönheit des scheinbaren Makels

Im Japan des 16. Jahrhunderts entwickelte sich aus dem Zen-Buddhismus raus ein neues ästhetisches Lebenskonzept: Wabi Sabi – die Wertschätzung der natürlichen Schönheit, deren „Fehlerhaftigkeit“ und der Einfachheit der Dinge.

Keramisch betrachtet entwickelte sich daraus Kintsugi.

Kurz zusammengefasst ist Kintsugi eine traditionelle Methode zur Reparatur von zerbrochener Keramik. Dabei werden die einzelnen Stücke mit Urushi-Lack geklebt. Wenn Scherbenfragmente fehlen, werden diese mit einer Urushi-Kittmasse ergänzt. Dazwischen wird weiter viel gekittet, geschliffen und zwischengetrocktet. Abschließend wird feinstes Pulver aus Gold, Silber oder Platin aufgestreut.

So entstehen die zumeist mit 24K-Goldpulver veredelten Narben. Das zerbrochene Gefäß wird nicht entsorgt, sondern aufwendig und liebevoll restauriert. Bereits verloren Geglaubtem wird wieder neues Leben mit charmanten (Überlebens)Spuren eingehaucht. Ausgehärteter Japanlack ist lebensmittelecht und alterungsbeständig, beste Voraussetzungen um mit den perfekt unperfekten Bruchstellen noch viele glückliche Jahre zu verbringen.

Da die traditionelle Methode der Goldreparatur mit Urushi (Japanlack), in der Handhabung zu starken allergischen Reaktionen führen kann und zudem großes Wissen zur Verarbeitung voraussetzt, hat sich für private Hobby-Projekte die einfache Zweikomponentenklebermethode bewährt.

Diese Methode dient freilich (nur) zur optischen Reparatur für absolute Lieblingstücke, an denen viele Erinnerungen hängen. Durch den verwendeten Epoxidharzkleber ist der Lebensmittelkonsum daraus nicht möglich.

In der Werkstatt bekomme ich regelmäßig Anfragen, ob ich kaputte Lieblingskeramik in der Kintsugitechnik repariere. Da ich der Meinung bin, dass das eine sehr persönliche und irgendwie auch intime Angelegenheit ist, verneine ich diese Frage grundsätzlich. Sehr gerne empfehle ich aber dieses Easy Kintsugi Repair Kit für den Heimgebrauch weiter. Der Name ist Programm und die Rückmeldungen waren bisher durchwegs positiv.

Diesmal gibt es übrigens kein Bild, weil ich das einzige Stück, bei dem ich die Bruchstellen vergoldet habe, verkauft habe ohne zuvor ein Photo gemacht zu haben…

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