Mehrwertsteuersenkung

19% | 16% | 19%

 

“Wichtiger Bestandteil des am 3. Juni 2020 beschlossenen umfangreichen Konjunkturpakets ist die vorübergehende Senkung der Mehrwertsteuersätze von 19 auf 16 beziehungsweise von 7 auf 5 Prozentpunkte für die Zeit vom 1. Juli 2020 bis 31. Dezember 2020. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) hat das Ziel, dass die Senkung durch den Handel möglichst kostengünstig und unbürokratisch an die Kundinnen und Kunden weitergegeben werden kann.” Quelle BMWi

Während ich diese Zeilen schreibe grummelt es in meinem Bauch gehörig. Meine VerärgÄrung über diesen Punkt des, einfach mal so eben schnell verabschiedeten Konjunkturpakets, gärt im wahrsten Sinne in mir.

Ich sage es gleich pfeilgrad raus – sorry, ich bin nicht dabei.  Reduzierte Preise wird es bei uns im [hantwerck] nicht geben.

Die Arbeit, die ich mit der GoBD-konformen Umstellung meines Kassensystems und meiner Buchhaltungssoftware habe – einmal hin & am 31.12. 20 wieder zurück – steht in keiner Relation zu Deiner “Ersparnis”. Die Arbeit, die ich selber nicht erledigen kann, muss ich abgeben und bezahlen, ebenfalls zwei Mal.

 

Hier zwei Rechenbeispiele von zwei “Topsellern”:

  1. Brottopf Brutto inkl. 19% MwSt. über Onlineshop inkl. Verpackungs- und Versandkostenpauschale = 259 €

inkl. 16% = 252,47 €

          Deine Ersparnis = 6,53 €

2. Becher Brutto inkl. 19% MwSt. im Laden gekauft = 35 €

inkl. 16% = 34,24 €

          Deine Ersparnis = 0,76 €

 

Das Hauptziel der Mehrwertsteuersenkung ist ja, Deinen Konsum anzuregen, gar zu steigern. Ganz ehrlich, ich komme grundsätzlich kaum hinterher meine Aufträge abzuarbeiten und habe teilweise eine mehrmonatige Wartezeit.

Wenn Du dann ab 1. Juli gerne noch mehr Hantwerck konsumieren willst und damit nicht alleine bist, kann es tatsächlich sein, dass Du noch länger als üblich warten musst.

Kleine Randnotiz: ich habe in diesem Jahr noch keinen Urlaub, also keine arbeitsfreie Zeit gehabt, diese Gönnung kommt also auch noch dazwischen, vorzugsweise im Sommer, in dem meine Kinder 6 Wochen Ferien haben. Das vergrößert die Möglichkeit noch länger warten zu müssen.

Da nach dem Prinzip der Leistungserbringung gerechnet wird, bedeutet das, Du bestellst im November 20 dein Service, in der Annahme 3% zu sparen. Ich komme jedoch erst im Januar 21 dazu es zu fertigen…

Auch als Privatperson, die selbst konsumieren will und muss, leuchtet mir die temporäre Senkung nicht ein. Da ich größere Anschaffungen grundsätzlich wohlüberlegt tätige und sonst fast nur das einkaufe, was ich brauche. Und wenn ich es nicht brauche, dann will ich es einfach nur haben. Und solche Lustkäufe entbehren eh jeglicher Überschlagung des Kontostandes… aber das ist eine andere Geschichte. ?

Wie ich es drehe und wende, der Kosten-Nutzen-Faktor ist für keine Seite attraktiv. Daher möchte ich mir ein Zuckerl überlegen, mit dem ich mich erkenntlich zeigen kann, dass Du (trotzdem) bei uns einkaufst.

Vielleicht ist das der passende Moment meine Sammelbecher anzupreisen. Ab einem bestimmten Einkaufswert gibt es einen limitierten Sondereditionsbecher von mir geschenkt.

Hast Du dazu Wünsche, Anregungen, Tipps?

 

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